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Artikel

Klimaneutral und wirtschaftlich erfolgreich:
Technologien für den Klimaschutz

23

Okt
2020

Veröffentlicht am 23.10.2020

Foto: CC0 1.0, Pixabay User geralt | Montage
Bis 2050 will die EU klimaneutral werden. Dass ambitionierte Klimaziele auch wirtschaftliche Impulse setzen können, zeigt eine neue Studie von Capgemini. Die Digitalisierung entpuppt sich dabei als zentraler Hebel.

Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu werden. Der “europäische Grüne Deal” ist das politische Programm, mit dem dieses Ziel erreicht werden soll. Darin wird geschildert, wie die verschiedenen Wirtschaftsbereiche, von der Energiewirtschaft über den Gebäudebereich und die Industrie bis hin zu Verkehr und Landwirtschaft, ihre Treibhausgasemissionen senken sollen. Dafür sind massive Investitionen notwendig, die durch das Konjunkturprogramm “Next Generation EU” unterstützt werden sollen. Der Grüne Deal verfolgt also zum einen das Ziel, die ökologische Transformation der europäischen Wirtschaft voranzubringen. Zum anderen sollen damit Wachstum und neue Arbeitsplätze in ganz Europa entstehen.

Dahinter steckt die Überzeugung, dass in der ökologischen und digitalen Transformation großes Zukunftspotenzial für europäische Unternehmen und ihre Produkte steckt. Eine Einschätzung, die Capgemini unterstreicht. In seiner neuen Studie “Fit for Net-Zero” hat das Beratungsunternehmen 55 Technologieprojekte identifiziert, die einen signifikanten Beitrag leisten können, die Treibhausgasemissionen der EU bis 2030 um 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken und bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Damit verbunden sei die Chance, einen Markt für nachhaltige Dienstleistungen und Produkte mit einer Wertschöpfung von 790 Milliarden Euro pro Jahr und bis 2030 knapp 13 Millionen Arbeitsplätze neu zu schaffen oder zu transformieren.

Digitalisierung ist Hebel für Klimaschutz

Die 55 Projekte, die Capgemini vorschlägt, verteilen sich über alle zu Beginn aufgezählten Wirtschaftsbereiche. Wobei digitale Technologien in allen Bereichen eine zentrale Rolle dabei spielen, den Energieverbrauch sowie den Treibhausgasausstoß zu senken und insgesamt effizienter zu werden. Um immer mehr Windkraft- und Solaranlagen in das Energiesystem zu integrieren, muss dieses in den kommenden Jahren umfassend digitalisiert werden. Das betrifft Erzeugungsanlagen, Speicher, Netze aber auch kleine und große Stromverbraucher – wie Ladesäulen für Elektroautos und Produktionsanlagen in Fabriken. Die Vernetzung ermöglicht es, Stromerzeugung und Verbrauch flexibel aufeinander abzustimmen – was immer wichtiger wird, da der Wind nicht immer weht und die Sonne nicht permanent scheint.

Foto: CC0 1.0, Pixabay / geralt / Ausschnitt bearbeitet

Nicht nur bei der Integration erneuerbarer Energien helfen digitale Lösungen. Durch Sensoren und Automatisierung kann der Strom-, Wärme- oder Kälteverbrauch von Gebäuden und damit auch ihr CO2-Ausstoß reduziert werden. Das einfachste Beispiel ist, dass Heizungen und Klimaanlagen nur dann laufen, wenn sie wirklich gebraucht werden oder automatisierte Jalousien dafür sorgen, dass es gar nicht erst zu heiß wird. Durch die Vernetzung von Produktionsanlagen in der Industrie kann ebenfalls effizienter produziert und der Einsatz von Ressourcen und Energie verringert werden. Effizienz ist auch das große Thema bei der Digitalisierung des Verkehrs. Durch die Vernetzung, Automatisierung und geteilte Nutzung von Fahrzeugen rechnet Capgemini mit 30 Prozent weniger Autos auf den Straßen europäischer Städte.

Effizienztechnologie 5G

Telefónica Deutschland liefert mit seinem 5G-Netz die Basis für die Umsetzung digitaler Technologien in all diesen Bereichen. Der neue Mobilfunkstandard ist aber selbst ein zentraler Hebel für den Klimaschutz. Denn 5G verbraucht bis zu 90 Prozent weniger Strom pro Byte als 4G, womit die Technologie auch ein wichtiger Baustein der unternehmenseigenen Klimastrategie ist. Bis spätestens 2025 hat sich Telefónica Deutschland zum Ziel gesetzt, 82 Prozent weniger Strom pro Byte gegenüber 2015 zu verbrauchen und insgesamt das Ziel von Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Dafür sollen insbesondere die Energieeffizienz der Netzwerktechnik und Rechenzentren weiter erhöht und, neben vielen anderen Projekten, beispielsweise die Dienstreisen um 70 Prozent reduziert werden. Die schlussendlich nicht vermeidbaren Emissionen werden über Zertifikate aus Klimaschutzprojekten, die vorzugsweise der Atmosphäre CO2 entziehen, kompensiert.

Foto: Karsten Pawlik

Seit 2016 kauft Telefónica Deutschland zu 100 Prozent erneuerbaren Strom ein. Dies wird nun auch auf angemietete Immobilien ausgeweitet. Das betrifft beispielsweise Shops des Unternehmens in Einkaufszentren. Gleichzeitig sollen geeignete Mobilfunkstandorte ab 2021 mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Telefónica Deutschland will den Ausbau der erneuerbaren Energien außerdem über Power Purchase Agreements (PPA) fördern. Diese langfristigen Stromabnahmeverträge mit Energieerzeugern erlauben es diesen, beispielsweise Windräder oder andere alternative Energiequellen für Telefónica Deutschland zu betreiben. Das Unternehmen leistet damit einen Beitrag, den Anteil der erneuerbaren Energien unabhängig von der Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) weiter zu steigern. Darüber hinaus unterstützt Telefónica Deutschland den Aufbau von Smart Grids auf Basis von 5G, mit deren Hilfe eine stetig steigende Zahl an erneuerbaren Erzeugungsanlagen und intelligenten Verbrauchern ins Energiesystem integriert werde können.

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