Annette Schavan: Wir wollen den Bürger-Dialog

Foto: E-Plus-Gruppe
Veröffentlicht am 18.05.2011

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„Forschung und Lehre im digitalen Zeitalter“ war das Thema des letzten UdL Digital Talks. Annette Schavan, die Bundesministerin für Bildung und Forschung, diskutierte gemeinsam mit Henrik Enderlein, Professor für politische Ökonomie und stellvertretender Dekan an der Hertie School of Governance unter der Moderation von Cherno Jobatey.

Beide Diskutanten waren sich einig: Das Berufsbild des Wissenschaftlers verändert sich. Vernetzung unter den Wissenschaftlern werde  zunehmend zum entscheidenden Faktor, so Schavan. Diese werde durch die Digitalisierung erleichtert. Gleichwohl erwiderte Enderlein sei es ein Trugschluss zu glauben, dass durch das Internet Schulen und Hochschulen überflüssig werden: „Vorlesungen sind nur ein Teil der Studienerfahrung. Lernen entsteht aus Interaktion.“ Das Social Web, in dem allein in Deutschland mittlerweile über 17 Millionen aktiv facebook nutzen, sei nicht ausreichend zum fundierten Lernen.

Auch das Thema Schwarm-Intelligenz bewertete der Wissenschaftler kritisch: „Oft sind die großen wissenschaftlichen Leistungen nicht mit Masse verbunden.“ Die wirklich großen Errungenschaften seien auf die Ideen einzelner Personen zurückzuführen. Anders bewertet das die Bundesministerin; Sie sucht verstärkt den Austausch mit der Masse – auch virtuell: „Wir setzen auf Bürger-Dialog.“

Weitere Themen des UdL Digital Talks waren unter anderem das Urheberrecht und wie es sich in Zeiten der Digitalisierung verändert, die Föderalismus-Debatte und die Frage, wie digitale Lernmittel in der curricularen Forschung ankommen.

Vom UdL Digital Talk gibt es hier eine kurze (knapp acht Minuten) und hier eine lange Version (13 Minuten).

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