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Artikel

Wer darf LTE? Oder:
Warum das Erfolgsgeheimnis in flexibler Frequenznutzung liegt

28

Jun
2012

Veröffentlicht am 28.06.2012

In einer Berliner Hochschule wurde ich vor kurzem gefragt, wann denn die nächste Frequenzvergabe stattfinde und ob E-Plus  dann LTE-Rechte bekommen könnte. Die Frage macht deutlich, dass selbst interessierte Menschen eine grundlegende Veränderung für den Mobilfunk nicht mitbekommen haben. Denn auch E-Plus „darf“ LTE und „Rechte“ auf einen Übertragungsstandard (wie LTE) gibt es im engen Sinne auch nicht. Warum ist das so?

Als der Mobilfunk laufen lernte und den Mobilfunkunternehmen nach und nach verschieden Frequenzbereiche zur Nutzung überlassen wurden, gab es eine strikte Zuordnung von funktechnischen Standards zu einzelnen Spektrumsbereichen. Hier durfte man nur GSM (Standard der 2. Generation, 2G), dort nur UMTS (Standard der 3. Generation 3G) verwenden. International hat sich jedoch mittlerweile ein anderes Konzept durchgesetzt. Die vom Mobilfunk genutzten Frequenzbereiche sollen technologieneutral verwendet werden können. Das hat dann auch die Europäische Union verbindlich für alle Mitgliedsstaaten festgelegt und das gilt auch in Deutschland, umgesetzt im hiesigen Telekommunikationsgesetz (TKG).

Flexible Nutzung hat Vorteile

Der Vorteil einer technologieneutralen und somit flexiblen Frequenznutzung ist leicht zu erklären: Es gibt Spektrum, das eher für große Reichweiten und Indoor-Versorgung geeignet ist, und dann gibt es Spektrum, das besser für hohe Kapazitäten und damit am besten für viele Nutzer und große Datenmengen geeignet ist. Ersteres befindet sich im unteren Bereich des Mobilfunkspektrums (unter 1000 MHz), letzteres im höheren Bereich (über 1800 MHz).

Hier setzt nun auch die E-Plus Gruppe an und treibt die flexible Nutzung ihrer Frequenzen voran, um jedem Kunden das optimale Nutzungserlebnis bieten zu können. Schon Anfang 2011 hat E-Plus deshalb die Flexibilisierung der Frequenznutzung bei 900 MHz beantragt. Die zuständige Bundesnetzagentur hat dem zugestimmt, und deshalb kommt dort nun erstmalig in Deutschland die schnelle UMTS / HSPA-(3G) Technik im Netz der E-Plus Gruppe zum Einsatz und stärkt das mobile Internet. Erstmalig deshalb, weil die Wettbewerber in diesem Bereich nach wie vor ausschließlich den guten alten GSM-Standard (2G) nutzen.

Ganz aktuell hat die E-Plus Gruppe nun im Juni 2012 den nächsten großen Schritt gemacht. Das bei 1800 MHz genutzte Spektrum wurde nun ebenfalls flexibilisiert und kann nun sogar für den neuesten Standard LTE  (4G) genutzt werden.

Ausbau geht weiter

Durch diese Strategie kann die E-Plus Gruppe ihre Frequenzen, die sich insgesamt bei der Auktion 2010 verdoppelt haben, optimal für den weiteren Ausbau des mobilen Internets nutzen. Denn es entstehen mehr Optionen und Kombinationsmöglichkeiten zwischen dem eingesetzten Standard und den verschiedenen Frequenzbereichen. So kann im ländlichen Raum wie in den Metropolregionen das jeweils optimale Ergebnis für die Nutzer erreicht werden. Und deshalb liegt das Erfolgsgeheimnis für eine kluge, effektive und nutzerorientierte Frequenzstrategie der E-Plus Gruppe in der größtmöglichen Flexibilität.

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