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Digital Quality of Life Index 2020:
Wo ist die digitale Lebensqualität am höchsten?

06

Aug
2020

Veröffentlicht am 06.08.2020

Foto: CC0 1.0, Pixabay / geralt / Ausschnitt bearbeitet
Im Zeitalter der Digitalisierung spielen auch die digitale Infrastruktur und entsprechende Dienstleistungen eine signifikante Rolle für die allgemeine Lebensqualität. Deutschland bietet im internationalen Vergleich eine hohe digitale Lebensqualität, wie aus dem Digital Quality of Life (DQL) Index 2020 des VPN-Anbieters Surfshark hervorgeht.

Der “Digital Quality of Life Index 2020” von Surfshark vergleicht 85 Länder, die zusammen über 80 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren. Unter den 20 Ländern mit der höchsten digitalen Lebensqualität sind 14 europäische Staaten vertreten, wobei Dänemark weltweit die Spitzenposition einnimmt. Deutschland landete in der Gesamtwertung auf Platz 16 und konnte vor allem in Sachen E-Government punkten. Der DQL-Index misst die digitale Lebensqualität anhand von fünf Themenfeldern. Dabei umfasst jeder Bereich mindestens zwei Indikatoren mit einer jeweils eigenen Platzierung.

Betrachtet werden zum einen die Erschwinglichkeit eines Internetzugangs und zum anderen die Internetqualität sowie die Stabilität des jeweiligen Mobil- und Festnetzes. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Entwicklungsstand der bestehenden elektronischen Infrastruktur. Dabei werden unter anderem die Internetnutzerzahlen und die Verbreitung sowie der Einsatz digitaler Technologien ausgewertet. Auf Basis einer Analyse des Datenschutz- und Cybersicherheitsniveaus wird außerdem die “elektronische Sicherheit” bewertet. Und zuletzt betrachtet der Index auch die elektronische Verwaltung (E-Government) und geht der Frage nach, wie weit fortgeschritten und digitalisiert die staatlichen Dienste eines Landes sind.

Europäische Union führt beim Datenschutz

In der Kategorie E-Government erzielt Deutschland mit Platz 7 auch sein bestes Ergebnis. Zwar reichte es in puncto Verfügbarkeit von Online-Services der deutschen Verwaltung nur für den 17. Platz – bei der Bereitschaft zum Einsatz Künstlicher Intelligenz (“AI readiness”) konnte jedoch der dritte Platz belegt werden. Spitzenreiter sind hier Singapur, das Vereinigte Königreich und die USA.

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Auch im Bereich der elektronischen Sicherheit ist Deutschland ganz vorne dabei (Platz 10). Dabei setzt sich die Top 10 ausschließlich aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) zusammen. Ausschlaggebend dafür ist laut Studie der hohe rechtliche Standard der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sowie die Umsetzung wirksamer Cyber-Sicherheitsrichtlinien innerhalb der EU. Das Siegertreppchen belegen in diesem Bereich das Vereinigte Königreich, Frankreich und Litauen.

Deutsches Mobilfunknetz auch in der Pandemie stabil

Gut ist auch das Preisniveau hierzulande. Dies wurde ermittelt, indem der Preis für den jeweils günstigsten Festnetz- oder Mobiltarif mit dem durchschnittlichen Stundenlohn in einem bestimmten Land in Relation gesetzt wurde. Laut der Studie müssen Deutsche im Schnitt 46 Minuten für den günstigsten Festnetzanschluss und knapp 5,5 Minuten für den günstigsten Mobiltarif arbeiten – damit belegt Deutschland den 24. Platz. Spitzenreiter ist Israel mit 23 Minuten Arbeitszeit für Festnetz und 17 Sekunden beim Mobiltarif. Schlusslichter sind in dieser Kategorie überwiegend lateinamerikanische Staaten wie Mexiko oder Kolumbien, die ein relativ hohes Preisniveau aufweisen.

Foto: Henning Koepke

Bei der elektronischen Infrastruktur schneidet Deutschland ebenfalls gut ab: Hier reichte es für Platz 23. Potenzial nach oben gibt es in Sachen Internetqualität (Platz 32): Während die Netzqualität hierzulande beim mobilen Internet einen der 36 ersten Plätze erreicht, zieht vor allem die Festnetzstabilität auf Platz 69 die Wertung in diesem Bereich herunter. Dabei berücksichtigt der DQL-Index auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Stabilität des Internets. 49 der 85 untersuchten Länder verzeichneten der Studie zufolge Einbrüche bei der Mobilfunkgeschwindigkeit – im Festnetzbereich waren es 44 Länder.

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Über den Autor

Franziska unterstützt das BASECAMP Team in den Bereichen Redaktion, PR und Event. Nach ihrem Abschluss im Studiengang „Kommunikationswissenschaft“ absolviert sie derzeit ihren Master der „Internationalen Public Relations“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München.