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Tech4Germany: Junge IT-Talente modernisieren die deutsche Verwaltung

26

Aug
2019

Veröffentlicht am 26.08.2019

Foto: Rawpixel | FreeCollection / Ausschnitt bearbeitet

Bei dem Projekt “Tech4Germany” beraten junge Digitalexperten seit dem vergangenen Jahr die Verwaltung bei der Umsetzung verschiedener Digitalprojekte. Dem Stipendienprogramm der Bundesregierung soll im kommenden Jahr noch “Work4Germany”, “Think4Germany” sowie ein Hackathon unter dem Titel “Hack4Germany” folgen. Aktuell arbeiten die Tech-Talente an einer Onlineplattform zur Navigierung auf dem Weiterbildungsmarkt, die das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) Ende Oktober diesen Jahres vorstellen will.

Die Digitalisierungstruppe der Bundesregierung “Tech4Germany” nimmt in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) die Entwicklung einer zentralen Online- und Datenplattform für die berufliche Weiterbildung in Angriff. Ziel dieser Plattform ist es, Weiterbildungsinteressierten den “Online-Einstieg in den Weiterbildungsmarkt durch eine zielgerichtete Navigation zu erleichtern”.

Dafür soll sowohl der Zugang zu entsprechenden staatlichen Fördermöglichkeiten vereinfacht als auch die Nutzerführung der Plattform intelligent gestaltet werden. Mit der Konzeption einer solchen E-Learning Plattform gibt das BMAS eine Reaktion auf die im Juni 2019 verabschiedete Nationale Weiterbildungsstrategie. Einen ersten Prototyp der Weiterbildungsplattform will das BMAS Ende Oktober 2019 vorstellen.

Was ist Tech4Germany?

Unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzleramtschef Helge Braun (CDU) und dem Informationstechnikzentrum Bund (ITZ) hat sich im vergangenen Jahr die Initiative Tech4Germany gegründet. Dabei beraten Teams aus jungen Digitalexperten durch innovative Produktentwicklungsprozesse die Bundesverwaltung bei der Umsetzung von Digitalprojekten. Unterstützung erhalten die Fellows von Mentoren aus der Privatwirtschaft.

Helge Braun | Foto: Tobias Koch

Vergangenes Jahr kamen diese von Google und der Technologiestiftung, dieses Jahr kommen die Experten aus Start-ups und Technologieunternehmen wie SAP. Neben dem Stipendien-Programm und den dazugehörigen Projekten plant Tech4Germany im kommenden Jahr drei weitere Bereiche aufzubauen. Mit “Work4Germany” und “Think4Germany” soll das Prinzip mit Projekten aus der Verwaltung und jungen Leuten weitergeführt werden. Zudem soll im kommenden Jahr ein Hackathon unter dem Titel “Hack4Germany” veranstaltet werden.

Fellows liefern Inspiration für Onlinezugangsgesetz

Dem Aufruf zur Teilnahme an Europas erstem E-Government Fellowship folgten letztes Jahr neun IT-affine Fellows und probierten sich zehn Wochen an verschiedenen Projekten aus. Dabei brachten die Fellows die Auktionsseite des deutschen Zolls auf Vordermann und arbeiteten an dem Projekt “Nutzerkonto Bund”, für welches das ITZ, der IT-Dienstleister des Bundes, zuständig ist. Die Initiative selbst spricht bei dem “Nutzerkonto” von dem “Eingangstor zu den 575 Verwaltungsdienstleistungen”, die in den kommenden Jahren durch das Onlinezugangsgesetz digitalisiert werden sollen.

Foto: CC0 1.0, TheDigitalArtist | Ausschnitt angepasst

Dieses Jahr arbeiten bereits 27 Fellows an sechs unterschiedlichen Projekten. Neben der zentralen Online- und Daten-Plattform des BMAS, beschäftigen sie sich mit der Einführung des verwaltungsinternen E-Learning-Programms zur elektronischen Akte (E-Akte) für das Bundesinnenministerium (BMI) bis hin zur Prozessoptimierung für die Antragsstellung für Bundesfördergelder beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Nationale Weiterbildungsstrategie

Mit einer neuen Weiterbildungskultur soll der Wirtschaftsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb bestehen können: “Digitale und nachhaltige Transformation muss flankiert werden, um sicherzustellen, dass sie allen Menschen dient”, heißt es in der Nationalen Weiterbildungsstrategie, auf die sich Bund, Länder, Vertreter der Wirtschaft, Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit verständigt haben.

Ziel ist es, Weiterbildungsangebote bereitzustellen und Fördermöglichkeiten zu finden, um dem massiven Wandel auf dem Arbeitsmarkt durch die Digitalisierung mit verstärkter Weiterbildung zu begegnen. “Wir wollen in Deutschland eine echte Weiterbildungskultur entwickeln”, sagte Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) bei der Vorstellung des Berichts in Berlin. Die Strategie enthält Pläne für finanzielle und beratende Förderangebote für Arbeitnehmer und Arbeitslose sowie für Unternehmen. Zudem soll der Weiterbildungsmarkt in Zukunft insgesamt transparenter und die Qualität der Weiterbildungsangebote einfacher zu bewerten sein.

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