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Mobile Payment der Zukunft: Mit dem Auge, der Stimme oder im Vorbeigehen

26

Mrz
2019

Veröffentlicht am 26.03.2019

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Die Digitalisierung zahlt sich aus: Durch neue Technik werden Bezahlvorgänge schneller, bequemer und einfacher. Das gilt selbst für das Bargeldland Deutschland. Immer mehr Alternativen zu Münzen, Scheinen und Plastikkarten werden entwickelt: vom Bezahlen mit dem Auge oder Fingerabdruck über Silent Payment bis zum Conversational Commerce, bei dem man einfach mit einer Maschine spricht. Ein Smartphone ist für diese Formen des Mobile Payment oft gar nicht mehr nötig.

Vor einigen Monaten berichteten wir, dass in Deutschland das Online-Shopping jetzt beliebter ist als das Einkaufen im Laden. Doch auch dort warten immer wieder neue digitale Möglichkeiten auf die Shopper. Bargeld oder Plastikkarte sind längst nicht mehr die einzigen Bezahloptionen. Selbst Technik, die man bisher nur aus Science-Fiction-Filmen kannte, gehört bereits zur Realität.

Iris als Ausweis: Bezahlen mit dem Auge in Jordanien

Eine neue Methode ist zum Beispiel das Bezahlen mit dem Auge: In Jordanien gibt es schon einen Supermarkt, in dem alle Kunden mit dem Muster ihrer Iris bezahlen. Er gehört zu einem Flüchtlingslager an der syrischen Grenze – und das Hilfswerk UNHCR stellt so sicher, dass niemand seine Hilfsgüter mehrmals kassiert, indem er verschiedene Namen beim Abholen verwendet. Das kam früher öfter vor, als für den Laden noch Gutscheine ausgegeben wurden.

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Denn beim bargeldlosen Bezahlen geht es vor allem um das Sicherstellen der Identität, damit das Geld auch wirklich vom richtigen Konto abgebucht wird. Deswegen bringen die ersten Kreditkartenanbieter jetzt Karten auf den Markt, die den Fingerabdruck statt einer PIN-Nummer oder der leicht zu fälschenden Unterschrift beim Autorisieren von Zahlungen verwenden. Der japanische Anbieter JCB und Mastercard setzen bereits auf solche Lösungen. Sie funktionieren ganz ähnlich wie die PayPal-App auf Smartphones, die ebenfalls den Fingerabdruck-Scanner als zusätzliche Absicherung verwendet.

Ohne Kassierer: Silent Payment bei Amazon in Seattle

Noch schneller soll das Bezahlen werden, wenn die Kunden selbst die Kassenkräfte sind: entweder an Selbstbedienungskassen wie bei IKEA, wo sie ihre Waren beim sogenannten Self-Checkout selbst scannen und bezahlen. Oder durch mobile Scanner, mit denen sie die Produkte bereits während des Einkaufens erfassen und an der Kasse nur noch zahlen müssen. Auch das wird bereits ausprobiert, weil es Warteschlangen vermeidet und den Bezahlprozess sehr beschleunigt.



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In einem nächsten Schritt soll das Zahlen sogar unbemerkt im Hintergrund ablaufen. “Der sichtbare Zahlungsverkehr verschwindet”, sagte Ralf Gladis, Gründer und Geschäftsführer des Bezahldienstleisters Computop, beim 28. Mobilisten-Talk über Mobile Banking & Payment im Telefónica BASECAMP. Das bekannteste Beispiel für dieses  “Silent Payment” ist Amazon Go: der Supermarkt des Online-Riesen Amazon in Seattle, der ganz ohne Kassenzone auskommt. Dort registrieren Kameras oder andere Sensoren den Inhalt der Einkaufswagen und beim Verlassen des Ladens wird automatisch alles vom Amazon-Konto abgebucht.

Conversational Commerce: Bezahlen per Chat in China

Ein neuer Trend ist auch der Conversational Commerce: das Einkaufen und Bezahlen per Chat, das vor allem in Asien verbreitet ist. Bei WeChat in China haben bereits Millionen von Nutzern ihre Kontodaten mit dem Messenger verknüpft. Deshalb arbeiten jetzt auch Facebook, Whatsapp, Kik und Telegram daran, die neue Einkaufsmethode für Nutzer in der westlichen Welt zu etablieren. Eine große Herausforderung dabei ist die Entwicklung von intelligenten Chatbots, die genauso gut beraten können wie die Verkäufer im Laden. In dem nächsten Schritt wird auch Spracherkennung eingebunden, dann bezahlt man einfach mit der Stimme. Die Käufer seien durchaus bereit, künftig 500 Prozent mehr über Sprachassistenten auszugeben, als sie es bisher schon tun, zeigt eine Untersuchung von Capgemini. Wer will da noch sein Smartphone zum Bezahlen zücken?

Wir weisen darauf hin, dass bei unseren öffentlichen Veranstaltungen auch Bild- und Tonmaterial in Form von Fotos oder Videoaufzeichnungen durch von uns beauftragte oder akkreditierte Personen und Dienstleister erstellt wird. Die Aufnahmen werden für die Event-Dokumentation und Event-Kommunikation auf den Social-Media-Kanälen des BASECAMP genutzt. Sie haben das Recht auf Information und weitere Betroffenenrechte. Informationen zu unseren Datenverarbeitungen sowie Ihren Betroffenenrechten finden Sie hier.

Über den Autor

Markus Oliver Göbel war bis September 2019 Senior Public Relations Manager und Pressesprecher für das Telefónica BASECAMP. Davor arbeitete er bei Telefónica Deutschland als Pressesprecher für Innovationen, B2B, Netztechnik, Startups und Social Media. Der Diplom-Journalist absolvierte die Deutsche Journalistenschule und schrieb viele Jahre für FTD, DIE ZEIT, Wirtschaftswoche und andere große Medien. Außerdem auch für bekannte Blogs wie TechCrunch oder News-Websites wie AreaMobile und Heise Online.