Online-Shopping: In Deutschland beliebter als das Einkaufen im Laden

Foto: CC0 1.0, Pixabay / mohamed_hassan / Ausschnitt bearbeitet
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Veröffentlicht am 16.08.2018

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Online-Shopping ist in Deutschland beliebter als das Einkaufen im Laden. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.152 Internetnutzern ab 14 Jahren. Ganze 96 Prozent kauften in den vorangegangenen zwölf Monaten online ein. Jeder Dritte (33 Prozent) bevorzugt Einkaufen per Mausklick und nur 21 Prozent gehen lieber ins Ladengeschäft. Zwar haben 46 Prozent der Befragten noch keine klare Präferenz, doch man sieht: das Internet liegt vorn.

Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede in den Altersgruppen. So sagen heute schon 35 Prozent der 14- bis 29-Jährigen und 37 Prozent der 30- bis 49-Jährigen, die beides schon einmal ausprobiert haben, dass sie lieber online einkaufen. Lediglich 20 bzw. 16 Prozent in der jeweiligen Altersgruppe bevorzugen den stationären Einkauf.

Smartphone-Shopping: Vor allem junge Leute kaufen mobil

Für Schuhe, einen neuen Wasserhahn oder auch Lebensmittel muss heute niemand mehr die Läden durchstreifen. Transparente Preise, eine größere Produktauswahl und die bequeme Lieferung machen Online-Shopping für viele attraktiver als den Einkauf im Ladengeschäft“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder über die Untersuchungsergebnisse. „Außerdem sorgen kurze Lieferzeiten und ein hoher Verbraucherschutz in Deutschland dafür, dass der Einkauf per Mausklick an Beliebtheit gewinnt.“

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Foto: CC0 1.0, Pixabay / justyre | Ausschnitt bearbeitet

Vor allem das Smartphone entwickelt sich dabei für viele zu einem wichtigen Einkaufsinstrument. Shoppte 2014 erst jeder Fünfte (20 Prozent) mit dem Handy, ist es mittlerweile nahezu jeder Zweite (46 Prozent). Vor allem die jüngere Generation geht mit dem Handy auf Einkaufstour. Von den 14- bis 29-Jährigen kaufen bereits drei von vier Befragten (76 Prozent) per Smartphone und ein Drittel (31 Prozent) per Tablet ein. Außerdem holen sich 9 von 10 Smartphone-Shoppern mit ihrem mobilen Begleiter zumindest gelegentlich Kaufanregungen oder recherchieren zu einem Produkt (93 Prozent). 87 Prozent vergleichen per Smartphone Preise, 84 Prozent lesen regelmäßig oder manchmal Bewertungen.

Online-Shops: Komplizierte Kaufprozesse kosten Kunden

Allerdings kam es bei acht von zehn Smartphone-Shoppern (79 Prozent) bereits zum Kaufabbruch am Smartphone – ob gewollt oder ungewollt. Fast drei von zehn Befragten (29 Prozent) verlassen den Warenkorb sogar häufiger. Gründe hierfür sind vor allem eine schlechte Internetverbindung (49 Prozent), Schwierigkeiten beim Bezahlvorgang (43 Prozent), eine wenig nutzerfreundliche Webseite (42 Prozent) oder ein Fehler auf der Webseite (32 Prozent). 37 Prozent vermissten ihre bevorzugte Bezahlmöglichkeit und 32 Prozent hatten letztlich nicht genug Vertrauen in den Anbieter, weshalb sie den Einkauf abbrachen.

Wenn die Bedienbarkeit einer Webseite oder eines Online-Shops nicht zufriedenstellend ist, gibt es im Internet genug Alternativen, die nur einen Mausklick entfernt sind“, sagt Rohleder. „Es gehört zum A und O eines jeden guten Händlers, seine Homepage und seinen Online-Shop bedienfreundlich, sicher und vor allem fehlerfrei zu gestalten – auch und vor allem für die mobilen Endgeräte.“ Über solche Erkenntnisse haben wir auch bei neunten Ausgabe unserer Tagesspiegel Data Debates im Telefónica BASECAMP gesprochen. Das Ergebnis war: Die Digitalisierung des Handels nutzt vor allem den Kunden.

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