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Foto: DeymosHR/shutterstock. Ausschnitt bearbeitet.
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Die zehn erfolgreichsten Beispiele: Smart-Government intelligent nutzen

03

Dez
2018

Veröffentlicht am 03.12.2018

Auf der ersten Smart Country Convention wurde über die Digitalisierung von Verwaltungen und öffentlichen Unternehmen diskutiert. Fazit: Das Potenzial ist riesig. Bürger und Behörden könnten den Zeitaufwand für einzelne Verwaltungsdienstleistungen um bis zu 60 Prozent reduzieren, Unternehmen jährlich bis zu einer Milliarde Euro einsparen. Wie das funktionieren kann, untersuchte eine gemeinsame Studie von Bitkom und McKinsey mit dem Titel „Smart Government – wie die öffentliche Verwaltung Daten intelligent nutzen kann“. Die Studie analysierte zehn internationale Fallbeispiele, die für erfolgreiche Smart-Government-Initiativen stehen. Welche Länder sind unter den Top Ten? Und was machen sie richtig, was Deutschland sich abschauen sollte?

Daten ermöglichen agile Verwaltung

Smart-Government versteht sich als eine Weiterentwicklung von E-Government. Hierbei geht es nicht mehr allein um den Prozess, analoge Verwaltungsdienstleistungen zu digitalisieren, sondern darum, Verwaltungsprozesse durch Daten effektiver zu machen. Der Fokus von Smart-Government liegt also auf Daten. Durch Verknüpfungen von Prozessen in der öffentlichen Verwaltung sollen Dienstleistungen für Bürger und Unternehmen nutzerfreundlicher werden. Basierend auf dem „Once-Only-Prinzip“ – die einmalige Datenübermittlung an den Staat – kann künftig durch Smart-Government eine agile und nutzerorientierte Verwaltung entstehen. Auch der Staat kann in diesem Feld ein enormes Potenzial ausschöpfen.

Sichere Schulwege in LA

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Foto: DeymosHR/shutterstock. Ausschnitt bearbeitet.

In Los Angeles sind etwa 20 Prozent der Schwerverletzten durch Verkehrsunfälle Schulkinder. Dagegen will die „Vision Zero Initiative“ mit Unterstützung der Plattform „LA GeoHub“ vorgehen. Das Ziel: Bis 2025 soll die Anzahl der Verkehrstoten auf null gesenkt werden. Dazu entwickelte die Initiative eine App, die aus einem Pool des städtischen Open-Data-Portals Datensätze zu Verkehr und Infrastruktur ausliest, diese analysiert und potenzielle Hochrisikostraßen aufzeigt. Somit können Eltern den Schulweg ihrer Kinder sicherer gestalten und die Stadtverwaltung aktiv Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit einleiten.

Überwachtes Fischen in Deutschland

Während Abu Dhabi das personalisierte Reiseerlebnis mit sogenannter „Advanced Analytics“ kreiert und Estland mit mobilen Echtzeitinformationen die Polizeiarbeit beschleunigt, versucht sich auch Deutschland an der smarten Lösung von Datenverknüpfungen. Mit der Fischerei-Informationstechnologie (FIT) hat der Staat eine zentrale Datenplattform geschaffen, die eine übergreifende Fischereikontrolle und Fangquotenüberwachung in deutschen Gewässern ermöglicht – alles in Echtzeit. Durch die Verknüpfung und Verarbeitung von Geodaten – z. B. Daten von Satelliten, elektronischen Logbüchern, Fanggebieten, Ausrüstungen der Fangschiffe etc. – können Risiko- und Verdachtsfälle identifiziert werden.

Smarte Ideen auch in anderen Ländern

Frankreich setzt dagegen auf Künstliche Intelligenz bei der Jobsuche. Dabei verknüpft das Start-up-Unternehmen „Bob Emploi“ detaillierte Arbeitsmarktdaten mit Nutzerprofildaten und konstruiert damit ein umfassendes Bild des Arbeitssuchenden. Anschließend werden personalisierte Beratungsangebote zur Verfügung gestellt. Skandinavien spielt in Sachen Digitalisierung weit vorn. Nicht verwunderlich, dass auch Schweden, Dänemark und Finnland unter den Top Ten der Analyse gelandet sind. Russland optimiert mit einer Fusion von Bürgerumfragen und dem Programm „Smart Transport Moskau“ seinen Nahverkehr und Singapur ergründet durch KI-Strategien die optimalste Bus Route im Pendlerverkehr.

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