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Marco Wanderwitz
Foto: Laurence Chaperon
Artikel

Wie twittert eigentlich… Marco Wanderwitz

14

Jan
2014

Veröffentlicht am 14.01.2014

Sucht man einen aktiven Twitter-Nutzer in der CDU, hat man ihn mit Marco Wanderwitz gefunden. Der Rechtsanwalt, der den Wahlkreis Chemnitzer Umland/Erzgebirgskreis II im Bundestag vertritt und sehr heimatverbunden ist, schreibt seit 2008 bei Twitter und hat bereits über 2.000 Tweets verfasst. Mehrmals täglich kommuniziert er eigene Meinungen und gleichgesinnte Positionen. Seit Mitte letzten Jahres kommt er monatlich mal auf 140 Tweets, mal auf 260 Tweets. Wanderwitz ist ein Frühaufsteher – morgens um 7 Uhr herum ist es nicht ungewöhnlich, schon zehn neue Tweets von ihm zu lesen. Dabei ist sein Twitter-Tag lang: Bis abends nach 23 Uhr hält er seine 435 Follower auf dem Laufenden.

Marco Wanderwitz

Foto: Laurence Chaperon

Zwischen Karikaturen und Winnetou

Der CDU-Politiker macht sich durchaus mal über die Deutsche Bahn lustig und teilt Merkel-Karikaturen mit seinen Lesern. Auf die neuen Kolleginnen und Kollegen in der Arbeitsgruppe Kultur und Medien freut er sich, vor allem da er erst kürzlich zum neuen Fraktionssprecher dieses Politikfelds gewählt worden ist. Gegen Behauptungen, die er für falsch hält, wehrt er sich mit deutlichen Worten in seinen Replys, etwa wenn es um Steuererhöhungen und den Vorwurf des Wahlbetrugs seiner Unionsfraktion geht. Links zu Zeitungsartikeln oder Interviews von Kollegen findet man ebenfalls häufig auf seinem Account. Auch ein Foto aus seinem Landkreis ist ihm einen Tweet wert. Als aufmerksamer Follower erfährt man, dass Wanderwitz ein Winnetou-Fan ist.

Ein Fan von Replys und Diskussionen

So häufig, wie Marco Wanderwitz retweetet, gewinnt man fast den Eindruck, er wäre den halben Tag damit beschäftigt seine Timeline zu lesen. Er nimmt sich viel Zeit, in Replys auf Kommentare einzugehen und scheut auch keine seiner selbst angezettelten Diskussionen, etwa über die Forderung einer Karenzzeit für Politiker (die er als „weltfremd“ ablehnt). Geduldig erklärt er hier auch einem hartnäckigen Twitter-Nutzer seine Auffassung: „In welchem Universum soll das denn stattfinden?“ Bei Kritik von der grünen Opposition verteidigt er die umstrittene Neubesetzung des Postens mit der konservativen Bundesdatenschützerin Andrea Voßhoff und nennt deren Ablehnung „Theater“. Grundsätzlich scheint er den Grünen eher feindselig gegenüber zu stehen, obwohl er die schwarz-grüne Koalition in Hessen per Retweet offensichtlich begrüßt.

Fazit

Dass Marco Wanderwitz nicht kommunikativ und ansprechbar wäre, kann man dem CDU-Politiker nicht vorwerfen. Der Medienpolitiker nutzt Twitter regelmäßig zum direkten Austausch und zur Information. Noch fehlt ihm allerdings die Reichweite anderer MdBs über eine höhere Follower-Anzahl.

Hier ist die komplette Serie “So twittert die Politik” zu finden.

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