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Artikel

Vier Stunden und 35 Minuten online:
Der German Digitalization Consumer Report

06

Aug
2014

Veröffentlicht am 06.08.2014

Etwa jedes dritte Wort, das wir mit Verwandten, Freunden und Arbeitskollegen wechseln, wird heutzutage auf digitalen Wegen übermittelt – unabhängig davon, ob wir gerade privat oder beruflich unterwegs sind. Das ist eines der Ergebnisse des German Digitalization Consumer Reports des Digitalization Think Lab, die Digitalisierung des Verbraucherverhaltens in Deutschland untersucht und gemeinsam von Roland Berger Strategy Consultants und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster durchgeführt wurde.

Eine Stunde länger im Netz

Täglich führt fast jeder zweite Deutsche Gespräche über das Smartphone oder das Telefon – die Geräte sind damit nach wie vor die am häufigsten genutzen Kommunikationsmittel. Deutlich gestiegen ist im Lauf des letzen Jahres die Internetnutzung: Die Befragten sind durchschnittlich fast eine Stunde länger online als noch im letzten Jahr. Die durchschnittliche Nutzungsdauer liegt aktuell bei vier Stunden und 35 Minuten am Tag. Der Anteil derjenigen, die weniger als eine Stunde online sind, liegt bei nur noch 1,4 Prozent. Die größte Gruppe der Befragten (28 Prozent) ist über fünf Stunden täglich im Internet – das ist ein Anstieg von erstaunlichen 106 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ein signifikanter Unterschied zwischen dem Surfverhalten während der Woche und am Wochenende wurde interessanterweise nicht festgestellt, allerdings variiert es leicht zwischen den verschiedenen Anstellungssituationen der Befragten: Arbeitslose, leitende Angestellte, Selbstständige und Schüler sind am längsten online, knapp gefolgt von Studierenden und Arbeitern. Am wenigsten Zeit im Netz verbringen Angestellte.

Nutzung sozialer Medien

Elf Prozent der befragten Internetnutzer haben kein Profil in sozialen Medien – das sind etwa zwei Millionen Personen mehr als im letzten Jahr. Die Autoren spekulieren, dass dies eine Reaktion auf die Debatte über Datensicherheit und Datenschutz ist, die im Zuge der Überwachungstätigkeiten des amerikanischen Geheimdienstes NSA entfacht worden war. Diese Entwicklung sei von grundsätzlicher Bedeutung, erklären sie, denn die Menschen kehrten dadurch solchen Technologien den Rücken, die einen großen Einfluss auf ihre künftige Arbeitstätigkeit und auf ihre Teilhabe am Sozialleben haben. Gleichzeitig stellten die Forscher fest, dass sich die Aktivitäten derjenigen, die sich in den sozialen Medien bewegen, intensiviert haben.

Feminine Netzwerke

Die Wissenschaftler identifizieren im Jahresbericht drei Arten von Plattformen: video, picture und sound communities. Dabei stellten sie etwa fest, dass beeindruckende 70Prozent der Nutzergruppe von Instagram jünger als 25 Jahre und 64 Prozent weiblich sind – damit dürfte Instagram das „femininste“ soziale Netzwerk sein. Spotify-Nutzer hingegen haben ein eher geringes Einkommen und sind mehrheitlich Schüler und Studierende.

Die komplette Studie zum Nachlesen findet man hier.

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