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Artikel

9. CDU MediaNight – Wie viel Social Media steckt im arabischen Frühling?

05

Jun
2012

Veröffentlicht am 05.06.2012

Immer wieder heißt es, ohne facebook, twitter und YouTube wäre eine Revolution, wie sie in den arabischen Ländern stattgefunden hat, nicht möglich gewesen. In totalitären Staaten, deren Presse einer Zensur unterworfen ist und Geheimdienste wie Militär ihre Bürger kontrollieren, ist das Internet eine der wenigen Möglichkeit der freien Kommunikation und Meinungsäußerung.

Social Media als Starthilfe für die Revolution

Lassen sich die jüngsten Umbrüche in der arabischen Welt ausschließlich den sozialen Medien zuschreiben? Das war eines der Themen, die auf der MediaNight der CDU in den Panels diskutiert wurden. Mirette Bakir, Unterstützerin der Demokratiebewegung in Ägypten, und Jaafar Abdul Karim von der Deutschen Welle waren sich einig, dass der Hype um facebook sehr groß war und die Demonstrationen wie ein Event organisiert wurden. Doch dann – und da stimmte ihnen auch der Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ägypten, Dr. Andreas Jacobs, zu – schwappte die Revolution auf die Straße und wurde zu einer Bewegung der Bürger. Facebook und andere soziale Netzwerke leisteten Starthilfe für die stattgefundenen Umwälzungen. Stephan Urbach berichtete außerdem, wie er mit den Netzaktivisten von Telecomix den Bürgern in den arabischen Ländern konkret ermöglicht, miteinander zu kommunizieren und Bilder und Nachrichten aus den Ländern zu senden, ohne dass Geheimdienste und Regierungen mithören.

Große Bandbreite an Themen
Der „Mythos Web 2.0“ war nur eines der Themen der MediaNight. Auf den drei weiteren Panels wurde über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Cybermobbing und das durch die Medien gezeichnete Bild von Deutschland in der Welt diskutiert. Auch die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel sprach in ihrem Statement die Rückbesinnung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf seine Kernaufgaben an, bekräftigte ihr Bekenntnis zum Schutz des geistigen Eigentums und wies auf die Bedeutung von Transparenz bei der Umsetzung der EU-Richtlinie zum Datenschutz hin.

Bilder sowie Videos von der MediaNight kann man hier ansehen.

Wir weisen darauf hin, dass bei unseren öffentlichen Veranstaltungen auch Bild- und Tonmaterial in Form von Fotos oder Videoaufzeichnungen durch von uns beauftragte oder akkreditierte Personen und Dienstleister erstellt wird. Die Aufnahmen werden für die Event-Dokumentation und Event-Kommunikation auf den Social-Media-Kanälen des BASECAMP genutzt. Sie haben das Recht auf Information und weitere Betroffenenrechte. Informationen zu unseren Datenverarbeitungen sowie Ihren Betroffenenrechten finden Sie hier.

Über den Autor

Die Autorin hat unser Unternehmen zwischenzeitlich verlassen. Quandt war bis zum Mai 2015 Leiterin des BASE_camps und hatte in dieser Funktion maßgeblichen Anteil am Ausbau des Flagshipstores in Berlin-Mitte zum digitalen Kompetenzzentrum und Treffpunkt der Szene mit diversen Liveformaten.