Neue Kühltechnologie spart Energie: Pilotprojekt der E-Plus Gruppe erhält Förderung des Bundesumweltministeriums

Veröffentlicht am 19.08.2011

Foto: E-Plus-Gruppe
Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen stellt der E-Plus Gruppe 146.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm zur Verfügung, mit dem Ziel, bundesweit 50 Sendestationen mit neuartigen Hybridlüftern auszurüsten.

Hintergrund ist folgender: Die Funktechnik in Mobilfunkbasisstationen muss klimatisiert werden. Bisher geschieht dies mit handelsüblichen Raumklimageräten, die energieintensiv sind und fluorierte Treibhausgase als Kältemittel einsetzen. Die Firma Ventfair, als Partner der E-Plus Gruppe, hat nun eine windbetriebene Ventilatorentechnik entwickelt, mit der sich nicht nur der Energieverbrauch um über 97 Prozent senken lässt, sondern die auch ganz ohne Kühlmittel auskommt.

Nachdem bereits im Mai unter Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Politik und Wirtschaft im BASE_camp ein „Letter of Intent“ zur energieeffizienten Umrüstung von Mobilfunkbasisstationen mit innovativer grüner Technologie unterzeichnet wurde, soll die Praxistauglichkeit des neuen Systems nun mithilfe der Umrüstung von zunächst 50 Stationen unter verschiedenen regionalen und meteorologischen Bedingungen unter Beweis gestellt werden.

Die E-Plus Gruppe ist der erste Mobilfunkbetreiber, der die neue Technologie großflächig zur Verringerung des Energieverbrauchs, des CO2-Ausstoßes und der Kältemittelmengen einsetzen wird: Das Unternehmen wolle als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen die Effizienz der eingesetzten Technik deutlich steigern, so Karsten Menzel, Leiter der Abteilung Environment, Health & Safety der E-Plus Gruppe. Allein durch den Betrieb der innovativen Technik in den 50 Stationen wird der CO2-Ausstoß um 80 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr verringert. Mit der folgenden Umrüstung der weiteren klimatisierungsbedürftigen Stationen bei E-Plus wird mit einer weiteren CO2-Reduzierung um rund 3.600 Tonnen CO2 pro Jahr gerechnet.

Produziert werden sollen die neuen Lüfter ausschließlich in Berlin. Das wäre ökologisch und ökonomisch gleichermaßen sinnvoll, trage zur Glaubwürdigkeit des Systems bei und leiste einen weiteren Beitrag zur Energiewende, so Ventfair-Geschäftsführer Andreas Pirschel.

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