Medienkompetenz für alle: 10 Jahre Stiftung Digitale Chancen

Veröffentlicht am 17.10.2012

Unter dem Motto „Vom Internetzugangsort zum Hosentaschenweb fand am 11. Oktober der siebte UdL Digital Roundtable im Berliner BASE_camp statt. Diskutiert wurde über den aktuellen Stand und die Zukunft digitaler Integration.

Der Roundtable stand diesmal im Zeichen des zehnjährigen Jubiläums der Stiftung Digitale Chancen. Und so wurden die Gäste mitgenommen auf eine Reise durch die Entwicklung der digitalen Kommunikation in den letzten zehn Jahren.

Medienkompetenz und digitale Revolution

Die digitale Revolution ist in den letzten zehn Jahren unaufhaltsam vorangeschritten. Das mobile Internet hat dazu einen erheblichen Beitrag geleistet. Smartphones, Tablets und mobiles Internet sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Wo aber besteht Nachholbedarf?

von links: Erika Mann, Konstantin von Notz, Jutta Croll, Herbert Kubicek, Heike Troue, Verena Metze-Mangold, Thomas Jarzombek, Foto: E-Plus Gruppe

„Als Kommunikationsunternehmen liegt es uns besonders am Herzen, benachteiligte Bevölkerungsgruppen an das Internet heranzuführen. Zusammen mit der Stiftung haben wir uns in diesem Jahr gerade für Senioren engagiert. Denn die Silver-Surfer wollen dabei sein: 97 Prozent fühlen sich keineswegs zu alt, um die Technik zu erschließen“, erklärte Mike Cosse, Leiter Unternehmenskommunikation und Politik bei der E-Plus Gruppe.

Ergebnisse der Online-Befragung

Vor der Veranstaltung wurde online über diese Frage debattiert:

  • Knapp 70 Prozent der Teilnehmer sind sicher, dass nicht jedem ein Internetzugang zur Verfügung steht.
  • Ungefähr 65 Prozent stimmen der Aussage zu, dass es schwierig ist, aufgrund der ständig neuen Entwicklungen digitaler Medien noch Schritt zu halten
  • 90 Prozent sehen die Gefahr einer digitalen Spaltung bei sozial benachteiligten Gruppen.

Perspektiven der Digitalen Integration

Diese Ergebnisse waren die Grundlage für die anschließende Expertendiskussion zum Thema Medienkompetenz. Gesprochen wurde über den Stand und die Perspektiven der Digitalen Integration: Was haben die bisherigen Maßnahmen zur Digitalen Integration geleistet? Wie haben sich die Aufgaben  verändert? Welche Perspektiven ergeben sich daraus für die Zukunft?

Unter der Moderation von Prof. Dr. Herbert Kubicek, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, diskutierten dazu: Dr. Verena Metze-Mangold (Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission), Donata Freifrau Schenk zu Schweinsberg (Vizepräsidentin DRK), Heike Troue (Geschäftsführerin Deutschland Sicher im Netz), Erika Mann (Director EU Affairs Facebook), Thomas Jarzombek (MdB CDU) und Konstantin von Notz (MdB Bündnis90/Die Grünen).

Ergebnisse der Expertendiskussion

Thomas Jarzombek stellte das Thema Medienkompetenz in den Mittelpunkt: „Der sichere, kompetente und verantwortungsbewusste Umgang mit Social Media ist eine zentrale Aufgabe für die Zukunft. Wichtig ist dabei, nicht immer nur auf die Risiken, sondern auch auf die Chancen des Internets zu verweisen“, so Jarzombek.

Einen ähnlichen Aspekt betonte auch Beate Troue: „Wir brauchen Multiplikatoren, die Nutzer an die Hand nehmen. Wenn der Nutzen groß ist, überwindet man Hürden!“

Verena Metze-Mangold sah dies ähnlich: „Das Internet ist eine kulturelle Errungenschaft, zu deren Erhalt die Aufrechterhaltung von Vielfalt, Freiheit und informationellen Selbstbestimmung unabdingbar sind.“

Konstantin von Notz: „Wir müssen uns den Herausforderungen stellen. Zwischen Sein und online Sein wird es künftig keinen Unterschied mehr geben“

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