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Valentina Daiber, Director Corporate Affairs bei Telefónica in Deutschland, Foto: Telefónica Deutschland
Artikel

Digitale Integration

08

Apr
2016

Veröffentlicht am 08.04.2016

Nicht nur Politik, NGOs und Medien haben sich zum Ziel gesetzt, geflüchtete Menschen die nach Deutschland gekommen sind bei ihrer Integration zu fördern. Auch Wirtschaftsunternehmen stellen sich zunehmend der derzeitigen Herausforderung und wollen Verantwortung übernehmen. Im Rahmen der Integrations-Initiative der Deutschen Wirtschaft „Wir zusammen“ unterstützt Telefónica Flüchtlinge mit kostenlosem WLAN und dem seit 2010 exisitierenden Jugendprogramm „Think Big“.

Berlin, Düsseldorf, Andechs und Gröbenzell – dies sind nur einige der zahlreichen Flüchtlingsunterkünfte in ganz Deutschland, die Telefónica bereits an sein Telekommunikationsnetz angeschlossen und mit kostenlosem WLAN ausgestattet hat. Mehr als 23 Flüchtlingseinrichtungen wurden in den vergangenen Monaten mit WLAN ausgestattet. In den kommenden Monaten sollen weitere Einrichtungen mit Internetzugängen versorgt werden.

„Die Integration der Flüchtlinge ist eines der zentralen gesamtgesellschaftlichen Projekte unserer Zeit. Mit kostenlosem WLAN in Unterkünften können die Flüchtlinge mit ihren Familien in der Heimat in Kontakt bleiben und sich besser in ihrem neuen Leben in Deutschland zurechtfinden“, sagt Valentina Daiber, Director Corporate Affairs und bei Telefónica Deutschland verantwortlich für Corporate Responsibility. „Orientierung geben auch die zahlreichen Think Big Projekte rund um die Integration von Flüchtlingen. Wir sind beeindruckt von den vielen Ideen, die Jugendliche für und gemeinsam mit Flüchtlingen umsetzen.“

Valentina Daiber, Director Corporate Affairs bei Telefónica in Deutschland

Valentina Daiber, Director Corporate Affairs bei Telefónica in Deutschland, Foto: Telefónica Deutschland

Ankommen in Deutschland – Think Big Projekte helfen!

Think Big ist ein Jugendprogram der Telefónica Stiftung und der Deutschen Kinder und Jugendstiftung. Hier sind gute Ideen und Kreativität gefragt. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Youtube-Kanal gegen Rassismus? Die engagierten Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren lernen Ideen zu entwickeln und eigene soziale und digitale Projekte zu starten, um damit in der Gesellschaft etwas zu verändern.

Für ihre Projektideen bekommen sie fachliches Coaching und finanzielle Mittel. Jugendliche, die Projekte im Themenfeld Integration umsetzen, können so ihr eigenes Umfeld aktiv mitgestalten, Flüchtlingen beim Ankommen in Deutschland helfen und dazu beitragen eine Willkommensgesellschaft zu stärken.  13 Think Big Projekte zur Flüchtlingshilfe starteten allein Anfang dieses Jahres. Mehr als 100 der insgesamt über 500 eingereichten Integrationsprojekte konnten seit Anfang 2015 entwickelt und umgesetzt werden.

Erst nach dem Klick wird eine Verbindung zu YouTube aufgebaut. Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Think Big Beispielsprojekte zum Thema Flucht

Initiative welt_raum schafft Begegnungen auf Augenhöhe

Einer der engagierten Jugendlichen ist Patrick. Er stellte sich die Frage, was man tun kann, um mehr Nähe zwischen Asylsuchenden und Bürgern herzustellen. Wie schafft man Räume, die Begegnungen möglich machen?

Patrick hat von Think Big Unterstützung für den Aufbau der digitalen Plattform welt-raum.org erhalten. Die Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht unwahrscheinliche Begegnungen wahrscheinlicher zu machen. Sie ermöglicht unter anderem mit einer interaktiven Karte Begegnungen von Flüchtlingen und Einheimischen in Friedrichshafen, bündelt verschiedene Angebote für Geflüchtete und zeigt Möglichkeiten des Austauschs auf Augenhöhe auf. Das Besondere an weltraum.org: Flüchtlinge sollen sich außerhalb von Flüchtlingslagern und Asylbewerberheimen endlich als vollwertiger Teil ihrer neuen Umgebung fühlen.

„So habe ich von Hassan aus Syrien Arabisch gelernt und Hassan hat von mir Deutsch gelernt” erklärt Patrick. „Unsere Website ist zurzeit auf Deutsch und Englisch verfügbar, Arabisch und Französisch sollen folgen. Mein Eindruck ist, dass man mittlerweile eher kooperiert anstatt Parallelstrukturen aufzubauen, was ja jetzt auch viel besser möglich ist aufgrund der digitalen Medien. Es ist offensichtlich, dass uns die Flüchtlingsproblematik in Deutschland noch eine ganze Weile beschäftigen wird. Unser Vorhaben ist es einfach, diese Menschen bei uns willkommen zu heißen.“

Film Asyland schafft neue Perspektiven

Der Mönchengladbacher Cagdas möchte sich selbst und anderen ein Bild von der Situation von den Flüchtlingen in der Unterkunft in seiner Heimatstadt machen. Cagdas hat sich vorgenommen, die Situation der Flüchtlinge in einem Film authentisch darzustellen und den Menschen eine Stimme zu geben, über die sonst nur geredet wird – den Flüchtlingen selbst. „Am Anfang unseres Projekts stand die einfache Idee, die Perspektive zu wechseln“, erklärt Cagdas.

Daraus entstanden ist der Film Asyland. Das Filmteam, das Cagdas hierfür versammelte, begleitete ein halbes Jahr Flüchtlinge in ganz Deutschland. „Wir legen den Fokus nicht auf die Geschichten, warum diese Menschen hierhergekommen sind. Wir zeigen, wie es ihnen hier in unserer Mitte wirklich ergeht“, beschreibt der 21-Jährige die Idee des Films.

Der Film zeigt auf, mit welchen Herausforderungen diese konfrontiert werden. Auch Politiker, Schauspieler und Künstler kommen zu Wort und erklären in Interviews ihre Sichtweise. Das Projektteam zeigte Asyland nicht nur in Kino- und Schulaufführungen, sondern vertreibt die DVD auch auf ihrer eigenen Homepage.

Online Plattform Wefugee – Community without borders

Das Think Big Projekt Wefugee.org – Community without borders – “ ist eine Fragen & Antworten Community und ein Knotenpunkt für geflüchtete Menschen, freiwillige Helfer und Organisationen. Sie bietet Flüchtlingen die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen. Thematisiert werden nicht nur rechtliche Probleme und Asylfragen, sondern auch ganz alltägliche Fragen zur Kultur, zu Sportaktivitäten oder gutem Halal Essen. Zusätzlich kommen immer mehr Initiativen und Beratungsstellen als Experten dazu. „Endlich gibt es eine Plattform, auf der man alle Fragen stellen kann. Auf Wefugee kann jeder zu jeder Zeit Fragen beantworten und anderen Menschen dadurch zur Seite stehen“, erklären die Projektmacherinnen. „Wir sind der Meinung, dass Verständnis und Toleranz von zwei Seiten aufgebaut werden müssen. Deshalb haben wir uns als Ziel gesetzt, die Integration durch Kommunikation zwischen Geflüchteten und Einheimischen zu fördern und gesellschaftliche Distanzen abzubauen.”

Die Online Plattform Wefugee regt Freiwillige an, die Fragen der Flüchtlinge zu beantworten.

Die Online Plattform Wefugee regt Freiwillige an, die Fragen der Flüchtlinge zu beantworten.

Flüchtlingshilfe wird fortgesetzt

Die Integration von Flüchtlingen bleibt auch in 2016 eine der zentralen Herausforderungen für die gesamte Gesellschaft. Sie kann gelingen, wenn die Gesellschaft sie als gemeinsame Aufgabe versteht. Im Rahmen von Think Big können Jugendliche ihre Projekte weiter einbringen und jederzeit über die Internetseite Think Big Projekte einreichen.

Wir weisen darauf hin, dass bei unseren öffentlichen Veranstaltungen auch Bild- und Tonmaterial in Form von Fotos oder Videoaufzeichnungen durch von uns beauftragte oder akkreditierte Personen und Dienstleister erstellt wird. Die Aufnahmen werden für die Event-Dokumentation und Event-Kommunikation auf den Social-Media-Kanälen des BASECAMP genutzt. Sie haben das Recht auf Information und weitere Betroffenenrechte. Informationen zu unseren Datenverarbeitungen sowie Ihren Betroffenenrechten finden Sie hier.

Über den Autor

Deniz Taskiran ist Corporate Responsibility Mangerin bei Telefónica Deutschland und verantwortet die gesellschaftlichen Engagementprogramme des Unternehmens, wie z.B. das Programm Digital Mobil im Alter.