Vorlesestudie 2012: Digitale Angebote fördern die Lesekompetenz von Kindern

Veröffentlicht am 22.11.2012

Digitale Angebote können neue Chancen für das Vorlesen eröffnen. Dies ergab die aktuelle Vorlesestudie der Stiftung Lesen, der Deutschen Bahn und der Wochenzeitung Zeit, die zum Auftakt des bundesweiten Vorlesetages vorgestellt wurde.

Die Vorlesestudie untersucht jährlich aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Vorlesesituation in Deutschland. Nach dem bisherigen Forschungsstand steht fest: Kinder und Jugendliche, denen in der Kindheit vorgelesen wurde, lesen heute häufiger, länger und mit mehr Spaß. Auch sind diese im Durchschnitt kreativer, körperlich aktiver und besser in der Schule, als Kindern denen nicht vorgelesen wurde.

Jederzeit und überall Vorlesen

Die 6. Vorlesestudie „Digitale Angebote – neue Anreize für das Vorlesen?“ untersucht den Einfluss digitaler Medien wie Tablets, Smartphones oder E-Reader auf das Vorleseverhalten in Familien. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass elektronische Medien zwar noch nicht als Ersatz für klassische Bilderbücher betrachtet werden, jedoch eine sinnvolle Ergänzung und Motivationshilfe darstellen können.

Bundesweiter Vorlesetag: Ralph Herforth mit Berliner Schülern im BASE_camp
Bundesweiter Vorlesetag: Ralph Herforth mit Berliner Schülern im BASE_camp, Foto: E-Plus Gruppe

Digitale Vorleseangebote bieten neue Möglichkeiten, um Familien zu erreichen. Eltern können beispielsweise Vorlese-Apps dafür nutzen, ihre Kinder ans Lesen heranzuführen. Viele Familien integrieren die neuen Technologien heutzutage bereits ganz selbstverständlich in den Alltag mit ihren Kindern. So ermöglichen Kinder- und Bilderbuch-Apps, dass heute in ganz anderen Situationen und an anderen Orten vorgelesen werden kann als bisher. Väter nutzen laut Studie häufiger elektronische Geräte als Mütter. Die digitalen Angebote können den Vätern dabei helfen, das bestehende Vorlesedefizit gegenüber Müttern abzubauen.

Digitale Angebote als Motivationshilfe

Gerade bildungsferne Familien sind laut der Studie mit digitalen Vorleseangeboten besser zu erreichen. Denn in Familien, bei denen das Lesen und Vorlesen einen geringen Stellenwert hat, sind Smartphones und Tablets ebenso verbreitet wie in Familien aus dem Bildungsbürgertum. Sie können eine Hilfestellung leisten, um anfängliche Hemmschwellen zum Lesen zu überwinden.

Von den 500 befragten Eltern mit mindestens einem Kind im Alter von zwei bis acht Jahren nutzt bislang jede siebte Familie Bilder- und Kinderbuch-Apps. Die Studie zeigt aber auch, dass Befragte, die bisher noch keine Apps zum Vorlesen nutzen, sich noch zurückhaltend im Hinblick auf eine zukünftige Nutzung zeigen. Die Stiftung Lesen will daher ihre Beratungsangebote ausbauen, damit Eltern die Qualität von Apps besser einschätzen können.

Vorlesen fördert: Alexander mit Berliner Schülern im BASE_camp
Vorlesen fördert: Alexander mit Berliner Schülern im BASE_camp, Foto: E-Plus Gruppe

Im Rahmen des bundesweiten Vorlesetags 2012 engagierte sich auch die E-Plus Gruppe. Zusammen mit der Stiftung Lesen organisierte E-Plus eine Vorlesestunde mit prominenter Besetzung. Die Schauspieler Alexandra Kamp und Ralph Herforth lasen zwei Berliner Schulklassen ihre persönlichen Lieblingsgeschichten im BASE_camp vor.

Als Mobilfunkanbieter sieht es E-Plus als Bestandteil seiner gesellschaftlichen Verantwortung, die Lese- und Medienkompetenz von Familien und Kindern zu fördern. Vor diesem Hintergrund freuen auch wir uns über die überraschenden Ergebnisse der Studie über die neuen Chancen und Anknüpfungspunkte digitaler Lesemedien für die Leseförderung.

Die aktuelle Vorlesestudie finden Sie unter www.stiftunglesen.de/vorlesestudie

 

Fotos: E-Plus Gruppe

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