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Artikel

Per Anhalter durch Deutschland – hitchBOT jetzt auch in Deutschland unterwegs

13

Feb
2015

Veröffentlicht am 13.02.2015

Im vergangenen Jahr ist der kleine Roboter hitchBOT per Anhalter durch Kanada gereist. Jetzt besucht er Deutschland. Bei seiner zehntägigen Reise will er sich im Land umsehen und herausfinden, ob die Deutschen ihn genauso herzlich aufnehmen wie die Kanadier. Für die Deutschland-Tour hat sich hitchBOT einiges vorgenommen. Als guter Tourist aus Übersee will er nicht nur zum Schloss Neuschwanstein – auch der Kölner Karneval steht auf dem Programm. Los geht die Rundreise am Freitag, 13. Februar, in München. Das erste Mal den Daumen in die Luft strecken wird der Roboter auf der A 96 Richtung Lindau.

Quelle: hitchBOT

Gut vorbereitet auf die Reise

Anders als im letzten Jahr ist hitchBOT diesmal nicht ganz sich selbst überlassen, denn er wird vom ProSieben-Wissensmagazin Galileo begleitet. Gemeinsam mit den Fernsehmachern haben die Erfinder von hitchBot, Dr. David Smith (McMaster University) und Dr. Frauke Zeller (Ryerson University), die Deutschland-Tour intensiv vorbereitet und den Roboter sowohl mit Informationen zu deutschen Städten und Regionen gefüttert als auch mit der deutschen Sprache. Im Kern besteht der Tourist mit den gelben Gummistiefeln aus einem Tablet-PC, der für die Spracherkennung unter anderem Cleverscript nutzt. Um mit den Menschen in seiner Umgebung ins Gespräch zu kommen, greift der Computer auf vorgegebene Dialoge und eine Wikipedia-Schnittstelle zu.

Emotionen stehen im Vordergrund

Den Machern des kleinen Weltenbummlers geht es allerdings nicht darum, die eingebaute Technik zu erproben, sie wollen vielmehr die Menschen beim Umgang mit der Technik beobachten. Dazu wird im Anschluss an das Experiment nicht nur ausgewertet, ob der Roboter mit Hilfe seines direkten Umfelds alle seine touristischen Ziele erreicht hat. Vielmehr geht es den Wissenschaftlern darum, auch die Reaktionen und Interaktionen der Menschen in den sozialen Netzwerken zu analysieren, um herauszufinden, wie Menschen auf die Technik reagieren.

Im August letzten Jahres verfolgten am Ende mehr als 30.000 Menschen die 6.000 km lange Reise von Halifax nach Victoria, British Victoria. Bei Twitter und bei Facebook waren es sogar 45.000. Inzwischen läuft auf Facebook der Countdown für den Start der Deutschlandreise und auch immer mehr deutsche Freunde wollen auf diesem Wege an den Abenteuern von hitchBOT teilhaben. Die deutsche Netzgemeinde hat auf der Social Media Week in Hamburg die Gelegenheit, noch einmal persönlich Bekanntschaft mit dem Sympathieträger zu machen. Seine Erfinder halten am 25. Februar einen Vortrag über das partizipative Kunst- und Wissenschaftsprojekt, das sich hinter dem Kuchenblech-Kopf und den Schwimmnudel-Armen verbirgt. Angekündigt ist auch ein Einblick in die dahinterliegende Medienstrategie.

Wer den weltgewandten Roboter schon im vergangenen Jahr ins Herz geschlossen hat, wird vielleicht ein bisschen enttäuscht sein, dass es sich beim Deutschland-Touristen nur um eine Kopie handelt, wie Dr. Frauke Zeller in einem Interview verriet. Grund dafür ist, dass bei hitchBOT 1.0 nicht nur die Festplatte bei den vielen Abenteuern beschrieben wurde.

Wir weisen darauf hin, dass bei unseren öffentlichen Veranstaltungen auch Bild- und Tonmaterial in Form von Fotos oder Videoaufzeichnungen durch von uns beauftragte oder akkreditierte Personen und Dienstleister erstellt wird. Die Aufnahmen werden für die Event-Dokumentation und Event-Kommunikation auf den Social-Media-Kanälen des BASECAMP genutzt. Sie haben das Recht auf Information und weitere Betroffenenrechte. Informationen zu unseren Datenverarbeitungen sowie Ihren Betroffenenrechten finden Sie hier.

Über den Autor

Harald Geywitz ist Repräsentant Berlin im Bereich Government Relations bei Telefónica Deutschland.