Arbeit der Zukunft

Veröffentlicht am 30.03.2016

Im März 2016 diskutierte Politikexperte und Autor Steven Hill mit WIRED-Autor Lars Gaede im Telefónica BASECAMP die vermeintlich fatalen Auswirkungen der Sharing Economy auf unsere Arbeitswelt. Doch die Digitalisierung birgt nicht nur Risiken. Sie gestaltet die Arbeit der Zukunft auch positiv. Für das Ergebnis, so die Erkenntnisse einiger kürzlich veröffentlichter Studien, sind im Moment jedoch vor allem die Arbeitnehmer selbst verantwortlich.

Arbeitnehmer wollen mehr Individualität

Laut der Studie „Wertewelten Arbeiten 4.0“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wollen Arbeitnehmer ihre Arbeitszeiten gern individueller gestalten. Was ihnen jedoch oft fehlt ist der organisatorische Rahmen – sowohl grundsätzlich als auch durch konkrete Unterstützung vom Vorgesetzten. Beispielsweise ist Präsenzpflicht in vielen Unternehmen noch ein Thema, genauso wie die Hürde, bei Bedarf die Arbeitszeiten flexibel anzupassen. Letztendlich zeigt sich: Flexibilität und Work-Life-Balance sind Faktoren, die vor allem in der Generation der Millennials immer größere Bedeutung annehmen.

Sechs Szenarien für die Arbeitswelt der Zukunft

Wie die Arbeit der Zukunft konkret aussehen kann, das erforschte die Bertelsmann Stiftung und die Stiftung neue Verantwortung in ihrer gemeinsamen Studie „Auf dem Weg zum Arbeitsmarkt 4.0“. Heraus kamen sechs Szenarien.

Beispielsweise die „Ingenieursnation mit Herzchen“. Die Industrie 4.0 ist voll in Deutschland angekommen und hat das Land im internationalen Wettbewerb nach vorn gebracht. Die Technologisierung des Arbeitsmarkts macht die Einführung eines Grundeinkommens erforderlich.

Oder das „Silicon Countryside mit sozialen Konflikten“. Mit Big Data hat Deutschland eine internationale Vorreiterrolle angenommen. Selbstständige dominieren den Arbeitsmarkt. Das birgt gleichzeitig Herausforderungen für das Sozialsystem.

Gemeinsam in der Verantwortung

Alle Studien machen eines deutlich: Die Digitalisierung beeinflusst alle Bereiche grundlegend. Genau deshalb gilt es gemeinsam – Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – zu diskutieren und Lösungen zu finden, die das gute Leben der Zukunft sichern.

Der Text enthält Auszüge des Artikels „Arbeiten 4.0: Pro und Kontra der neuen Flexibilität“ von Nadine Brockmann, zu lesen in voller Länge auf UdL Digital.

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