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Foto: TOA / Stefan Wieland
Artikel

Tech Open Air Berlin:
Telefónica BASECAMP auf der TOA 2016

18

Jul
2016

Veröffentlicht am 18.07.2016

Foto: TOA / Stefan Wieland

Wie stellt man sich eine IT-Konferenz vor? Volle Säle in Kongress-Zentren oder Hotels. Steifes, etwas nerdiges Publikum, dröge Vorträge, die nur von echten IT-Cracks verstanden werden. Nun ja, Nerds im besten Sinne gibt es reichlich. Ansonsten hat die Tech Open Air (TOA) nichts mit einer klassischen Konferenz gemein.

Bereits zum 5. Mal versammelte die TOA Tausende von kreativen Köpfen der IT-Szene aus aller Welt in Berlin. Die Macher haben sich zum Ziel gesetzt, DAS interdisziplinäre Technologie-Festival Europas zu schaffen und dabei Technik, Kunst, Design und Musik miteinander zu verbinden. Unternehmen sollen hier talentierten Nachwuchs treffen, Startups sich einem begeisterten Publikum vorstellen, miteinander netzwerken und auch dem einen oder den anderen Investor begegnen können. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und waren gleich zwei Tage live dabei bei der TOA 2016.

TOA 2016: Telefónica Basecamp war live dabei

Die zahlreichen Keynotes, Workshops, Seminare und Têt-à-Têts mit über 150 Referenten und live Demos mit Innovationen wie smart-vernetzter Kleidung, Alltagsgegenständen aus dem 3D-Drucker oder Wearables, die sich wie eine zweite Haut an den Träger schmiegen, machen es reichlich schwer, sich zu entscheiden. Hinzu kommen über 175 Satelite-Events. Dazwischen Stände mit allem was es in Sachen Super-Foods, Live-Musik und -Performances gibt.

Open Air - TOA

Foto: TOA / Nika Kramer

Und das alles in der historischen Kulisse des alten Ost-Funkhauses direkt an der Spree. Kurzum – die TOA will partout keine klassische Konferenz, sondern vielmehr ein Festival aller Technik-Begeisterten sein. Aber – hier muss man schnell sein. Die begehrtesten Sessions sind schnell voll, wer sich nicht beherzt einen Platz sichern oder sich geschickt durchschlängeln kann, bleibt draußen. Aber glücklicherweise gibt es Live-Streamings auf großen Leinwände draußen. Leider regnet es am Tag 2 auch in Strömen. Aber bei aller Begeisterung für das disruptive Konzept – auch die Inhalte sollen unter die Lupe genommen werden.

Trend-Themen: Fantasiewelten und Datenschätze

Beim ersten Blick auf das Programm ist schon das erste Trend-Thema ausgemacht: Virtuelle Realitäten wohin das Auge reicht. Das Phänomen Pokémon GO zeigt jüngst, wie nahtlos die virtuelle mit der analogen Welt verschmelzen kann. Auch bei der TOA kommt man nicht daran vorbei. Die „VR-Arcade“ lockt mit täuschend echt animierter Sport- und Fitness-Umgebung und diversen livelike Coachings.

Foto: TOA / Nika Kramer

Foto: TOA / Nika Kramer

In den Sessions – die neuesten Hypes um Social VR, Avatare und 360°- Reisen durch Raum und Zeit. Als blau-geflügeltes Wesen mit gleichgesinnten Fantasiefiguren den Burning-Man Festival durchtanzen, um in ein Paar Augenblicken den Bau, die Transformation und den Fall der Berliner Mauer über Jahrzehnte hinweg innerhalb von Minuten verfolgen und das in erschreckend-beindruckender visueller Präzision.

Neue Wearables: On-Skin-Interfaces und Bio-Sensoren

Doch genug der Geschichte! Back to Future: Was macht eigentlich der Markt der Wearables? Die Session mit einem Wissenschaftler vom Max-Plank-Institut verspricht die Entwicklung hin zu On-Skin-Interfaces und Bio-Sensoren. Spinnt man die Ideen weiter, kommt man zu der Frage, ob man sich bald zum Cyborg selbstoptimieren würde. Können mit dem Gehirn verbundene Sensoren unsere physischen oder auch psychischen Probleme, Schwächen und Instabilitäten ausbalancieren?

Foto: TOA / Nika Kramer

Foto: TOA / Nika Kramer

Sofort kommt die Erinnerung an Neil Harbisson, den ersten von seiner Regierung anerkannten Cyborg, der kürzlich im Basecamp zum IoT-Kitchen Talk zu Besuch war. Er hat seine Farbenblindheit durch eine völlig neue Sinnesempfindung ergänzt: Durch ein direkt mit dem Gehirn verbundenes Implantat sieht er Farben als Töne und ist in der Lage, sich selbst mit dem Internet zu verbinden. Die Zukunft scheint auf einmal gar nicht mal so weit weg.

Überall gesucht: Data-Scientists und MINT-Absolventen

Ein weiteres Trend-Thema: Daten, Daten und nochmals Daten. Die Nachfrage nach jungen Data-Scientists und MINT-Absolventen ist nach wie vor hoch. Die Unternehmen sind auch hier auf der TOA auf der Suche. Daten-Ströme und Daten Analyse beschäftigen nicht nur Firmen sondern auch Kreative wie Designer, Musiker und Bildhauer. Und auch Fragen der Datenethik und der –Souveränität sind auf dem Programm.

Foto: TOA / Nika Kramer

Foto: TOA / Nika Kramer


Und wie geht es weiter? Die TOA soll wachsen. 2012 ist sie als erste Konferenz der Startupbranche, die durch die Community via Crowdfunding finanziert wurde, gestartet und will nun den Atlantik überqueren. Das nächste Event soll in Los Angeles stattfinden und die Macher haben sich weitere internationale Locations vorgenommen, diesmal mit Hilfe von Investorenkapital. Welche das sein werden, ist vorerst geheim. Wir bleiben dran.

Foto: TOA / Nika Kramer

Foto: TOA / Nika Kramer

Mehr Informationen:

TOA online: toa.berlin

Wir weisen darauf hin, dass bei unseren öffentlichen Veranstaltungen auch Bild- und Tonmaterial in Form von Fotos oder Videoaufzeichnungen durch von uns beauftragte oder akkreditierte Personen und Dienstleister erstellt wird. Die Aufnahmen werden für die Event-Dokumentation und Event-Kommunikation auf den Social-Media-Kanälen des BASECAMP genutzt. Sie haben das Recht auf Information und weitere Betroffenenrechte. Informationen zu unseren Datenverarbeitungen sowie Ihren Betroffenenrechten finden Sie hier.

Über den Autor

Marina ist Repräsentantin Berlin und arbeitet im Bereich Government Relations bei Telefónica Deutschland.