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Artikel

Deutsche Internetnutzer schätzen kostenlose Online-Angebote

17

Dez
2014

Veröffentlicht am 17.12.2014

Am liebsten “for free” – die deutschen Internetnutzer bevorzugen eindeutig kostenlose Online-Angebote, hat eine Studie im Auftrag des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) herausgefunden. Viele halten kostenlose Produkte, Inhalte oder Dienstleistungen für ebenso seriös wie kostenpflichtige Angebote. Eine Mehrheit der befragten Nutzer ist jedoch nicht nur auf der Suche nach kostenlosen Angeboten, sondern nutzt das Internet auch zum Einkaufen.

Politik und Unternehmen sollen sich kümmern

Allerdings gehen die meisten Nutzer davon aus, dass ihre persönlichen Daten häufig weiterverwendet werden – eine Praxis, die von 80 Prozent abgelehnt wird. Dabei identifizieren die Befragten besonders die Politik und die Unternehmen als verantwortliche Stellen, wenn ihre Daten als Ware gehandelt werden. Von der Politik fordern sie beispielsweise Sanktionen, etwa eine härtere Bestrafung von Datenmissbrauch oder sogar ein Verbot für den Handel mit Nutzerdaten. Von den Unternehmen hingegen erwarten sie mehr Transparenz über den Verbleib der persönlichen Daten. Auch Anreize können sich die Nutzer vorstellen, damit Internetfirmen sich an besonders strenge Datenschutzregeln halten. Eine Mehrheit ist jedoch der Meinung, wenig oder gar keinen Einfluss darauf zu haben, was mit ihren Daten im Internet passiert. Daher halten sie eine mögliche Beteiligung an den Umsätzen, die mit ihren Daten generiert werden, für unrealistisch. Nur 16 Prozent der Befragten zeigt ein gewisses Verständnis für das Geschäftsmodell der Firmen mit den Daten.
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Zahlungsbereitschaft für Datenschutz

Außerdem fanden die Forscher heraus, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (ABGs) für viele Nutzer häufig zu lang und zu kompliziert sind, sodass der gesamte Text selten nachvollzogen wird. Vielmehr werden die AGBs meistens nur überflogen oder gleich ganz ignoriert. Bei aller Schuldzuweisung sind sich die Nutzer allerdings auch darüber im Klaren, dass sie selbst ebenfalls Verantwortung für ihr Handeln im Netz tragen. Immerhin ein Drittel der Befragten zeigte sich bereit, für den Schutz ihrer Daten zu bezahlen – durchschnittlich 41 Euro im Jahr. Diejenigen, die es ablehnen, Geld zu zahlen, begründen dies am häufigsten mit Misstrauen: Knapp 60 Prozent glaubt nicht, dass dies tatsächlich zu höherer Datensicherheit führe. Hinzu kommt, dass 40 Prozent der Meinung sind, die Sicherheit der Nutzerdaten sollte kostenlos sein – wie alles im Internet.

Durchgeführt wurde die repräsentative Bevölkerungsbefragung mit dem Titel „Daten – Ware und Währung“ vom Institut für Markt- und Politikforschung (dimap) im Oktober 2014. Eine Infografik fasst verschiedene Ergebnisse noch einmal anschaulich zusammen.

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Über den Autor

Die Autorin hat unser Unternehmen zwischenzeitlich verlassen. Quandt war bis zum Mai 2015 Leiterin des BASE_camps und hatte in dieser Funktion maßgeblichen Anteil am Ausbau des Flagshipstores in Berlin-Mitte zum digitalen Kompetenzzentrum und Treffpunkt der Szene mit diversen Liveformaten.