Image
Artikel

Ein Emoji sagt mehr als 1000 Worte

23

Apr
2015

Veröffentlicht am 23.04.2015

Ich bin bekennende Emoji-Nutzerin. Ob bei WhatsApp, Facebook oder Twitter – nie war es einfacher ohne (viele) Worte viel zu sagen. Ob Freude, Traurigkeit oder pure Verzweiflung – dank der kleinen, aber effektiven Symbole, kommuniziert die Welt scheinbar mit einem Zungenschlag. Der Siegeszug der Icons symbolisiert auch ein Stück weit die Veränderung unserer Kommunikation seit dem Zeitalter der Digitalisierung. Plus: Sie haben einen nützlichen Nebeneffekt. Das geschriebene Wort, verstärkt mit Emojis, lässt weniger Raum für Missverständnisse. Ein lachender Icon am Anfang oder am Ende der Nachricht zum Beispiel gibt dem Empfänger zu verstehen, dass das Geschriebene nicht negativ gemeint ist, sondern in einem positiven Zusammenhang steht. Die Zeit der Fehlinterpretationen einer Nachricht à la „Meint er das jetzt ernst oder lustig??“ ist somit vorbei. Besonders eindeutig werden die Nachrichten, wenn der langersehnte Emoji-Mittelfinger in die Sammlung aufgenommen wird. Deutlicher kann man in Bildersprache sein Empfinden wohl kaum zum Ausdruck bringen.

Icons

Andere Länder, andere Sitten?!

Der britische App-Entwickler SwiftKey hat sich die Nutzung der beliebten Emojis mal genauer angesehen und in einer Studie insgesamt mehr als eine Milliarde Emojis aus der ganzen Welt nach Häufigkeit und Nutzen analysiert. Und siehe da: Es gibt bei der Verwendung der Icons länderspezifische Unterschiede und Vorlieben. Interessant ist, dass weltweit das Glücks-Smiley, das vor Lachen weinen muss, weltweit am häufigsten verwendet wird. Dieser Platz eins gibt Hoffnung, dass  in der Welt mehr gelacht wird als geweint. Auf den zweiten Platz landet ebenfalls ein positives Icon: der verliebte Smiley, der ein Küsschen verschickt. Dicht gefolgt vom schwarzen Herzen, das auf Platz drei eingeordnet wird.

Auszüge aus der Studie

Wenn man sich mal einige Ergebnisse anschaut, muss man bei dem einen oder anderen Ergebnis ein wenig schmunzeln. So manches Klischee, das man mit der jeweiligen Nation in Verbindung bringt, wird durch die Emoji-Studie bestätigt. So verschicken die romantischen Franzosen zum Beispiel am meisten Herzchen. Und auch die Russen zeigen sich via Emojis von ihrer herzlichen Seite. Sie verschicken im Gegensatz zum Rest der Welt hauptsächlich gefühlsbetonte Icons, wie z.B. Liebesbriefe oder küssende Pärchen. Die lebensfrohen Spanier entpuppen sich als Party People und schicken sich am liebsten Party-Icons zu. Etwas irritiert bin ich allerdings von den Australiern. Im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt verwendet die Heimat der süßen und harmlosen Koalas und Kängurus am häufigsten Icons, die sich rund um das Thema Alkohol und Drogen drehen. Wer hätte das gedacht. Die Amis lieben das Symbol des Totenkopfes und stehen offensichtlich auf Fleisch und den Geburtstagskuchen. Ihre kanadischen Nachbarn outen sich als Spitzenreiter bei der Benutzung des lachenden Poop-Emojis. Etwas blumiger verhalten sich hingegen die Araber – sie verwenden am häufigsten die Blumensymbole in ihren Nachrichten.

Unter folgendem Link kann man sich die gesamten Ergebnisse der aufschlussreichen Länderstudie anschauen: http://de.scribd.com/doc/262594751/SwiftKey-Emoji-Report.

Außerdem ganz interessant: Unter http://emojitracker.com/ erhält man eine Echtzeitübersicht der Emojis, die auf Twitter am häufigsten verwenden werden.

Wir weisen darauf hin, dass bei unseren öffentlichen Veranstaltungen auch Bild- und Tonmaterial in Form von Fotos oder Videoaufzeichnungen durch von uns beauftragte oder akkreditierte Personen und Dienstleister erstellt wird. Die Aufnahmen werden für die Event-Dokumentation und Event-Kommunikation auf den Social-Media-Kanälen des BASECAMP genutzt. Sie haben das Recht auf Information und weitere Betroffenenrechte. Informationen zu unseren Datenverarbeitungen sowie Ihren Betroffenenrechten finden Sie hier.

Über den Autor

Manuela Mirzadeh war Pressesprecherin der E-Plus Gruppe. Am Standort Düsseldorf war sie Ansprechpartnerin für die Mobilfunkmarke BASE und verantwortlich für die Bereiche Marken und Produkte sowie digitale Lifestyle-Themen.