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Nachhilfe 3.0

20

Mrz
2015

Veröffentlicht am 20.03.2015

Nachhilfe – für viele Eltern die letzte Hoffnung, um das Kind aus den schlechten Noten zu verhelfen. Zu meiner Oberstufen Zeit habe ich als Nebenverdienst ebenfalls Nachhilfe gegeben – in Englisch. Mir machte es immer Spaß, und es war schön zu sehen, wenn tatsächlich nach Wochen des Vokabellernens die Noten besser wurden. Und je besser sie wurden, desto weniger wurde ich gebraucht. Das paradoxe Berufsrisiko von Nachhilfelehrern. Man verliert seinen Job gerade, weil man erfolgreich war.

Fu who?

Wie ich von Bekannten- und Freunden weiß, hat sich mittlerweile einiges im Schulalltag verändert. Es gibt keinen Fu mehr, der Uta ruft, und auch Fara ist untergetaucht. Die guten alten Handpuppen wurden von der Schulbank verwiesen und verstauben in den Kellern der Grundschulen. Heute werden die ganz Kleinen schon sehr früh an die erste Fremdsprache herangeführt und auch die Mathe-Aufgaben der 1. und 2. Klasse erinnern oftmals an ein Sudoku-Spiel der Schwierigkeitsstufe 10. Die Leistungsgesellschaft hat zugeschlagen und der deutlich angestiegene Lernstoff stapelt sich auf den Schreibtischen der Kinderzimmer. Neben einem vollen Stundenplan erleben die Kinder einen täglichen Balanceakt zwischen Schule, Sport, Musikunterricht und auch mal Kind sein dürfen. Viele Eltern ertappen sich dabei, dass sie teilweise früher „Feierabend“ machen können als ihre Kids. Der Lerndruck hat zugenommen, und das wird sich sicherlich nicht so schnell ändern.

C64 vs. Smartphone

In den 80ern gab es für den C64 das eine oder andere Lernprogramm auf der guten alten Floppy-Disk. Da ich zur Schulzeit nicht unbedingt zu den geborenen Mathegenies gehörte, übte ich fleißig am PC das leidige Fach. Der Bildschirm war damals noch schwarz, mit gelber Schrift – und das Programm war recht einfach gehalten. Klar  wir sprechen ja auch von der Zeit vor dem Internet. Heute werden die schulpflichtigen Kinder ja quasi mit dem Smartphone in der Hand zur Welt gebracht. Der Umgang mit WhatsApp, Google und Co. ist für viele Kids selbstverständlich und teil ihres Alltages. Sie chatten und surfen durchs Neuland und nutzen Apps wie ich einst die Floppy-Disk.

Nachhilfe 3.0 im Jahr 2015

Eine Mehrzahl an Eltern in meinem Umfeld schwört auf die persönliche Betreuung durch Studenten oder meldet ihre Kinder bei der „Schülerhilfe“ an. Doch neben der bereits bekannten Hilfestellung in der guten alten Offline-Welt, bietet die Welt der Apps ebenfalls spannende Alternativen, um Defizite in bestimmten Fächern auszugleichen. Mittlerweile gehören PC-Tablets und Smartphones in vielen Kinderzimmern zur Grundausstattung. Kinder lernen früh von ihren Eltern, wie sie mit Touchscreen und App-Welt umgehen müssen – für sie ist es im wahrsten Sinne des Wortes zum Kinderspiel geworden. Aber neben lustigen Mobile Gaming Apps bietet das Smartphone oder Tablet auch die Möglichkeit Lernspiele zu entdecken und zu nutzen.

Wirft man beispielsweise einen Blick in den iTunes- Store oder auf Google Play und gibt im Suchfeld „Lern-Apps“ ein, erhält man eine Vielzahl von Anwendungen, die spielerische und effektive Nachhilfe für alle möglichen Unterrichtfächer versprechen. Die Auswahl ist groß und bietet den Kids eine schöne Alternative zum klassischen Übungsbuch.

Ein weiterer Tipp für alle Eltern, die auf der Suche nach einem Nachhilfelehrer 3.0 sind: Unter folgendem Link ist eine hilfreiche Übersicht zum Thema „Online Nachhilfe Portale“: http://www.nachhilfe-online-portal.de/online-nachhilfe-vergleich/.

Über den Autor

Manuela Mirzadeh war Pressesprecherin der E-Plus Gruppe. Am Standort Düsseldorf war sie Ansprechpartnerin für die Mobilfunkmarke BASE und verantwortlich für die Bereiche Marken und Produkte sowie digitale Lifestyle-Themen.